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Facettenreiches Bali — Empfehlungen und Tipps zur Seminyak Gegend: Hotels, Restaurants, Lounges und co.

Während meiner Bali Reise war ich die ersten Tage meines einwöchigen Aufenthalts, der definitiv zu kurz war, im W Hotel in Seminyak untergebracht. Seminyak ist eine Gegend, die insbesondere für junge Leute geeignet scheint. Hier ist immer etwas los. Es gibt viele Restaurants, Bars, bio-Cafés und Shoppingmöglichkeiten. Seminyak bietet seinen Besuchern alles zwischen Luxus, Futurismus und Hipstertum oder auch Sarong, W und Potatoe Head.

Im Folgenden habe ich meine persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen für alle Bali-Interessierten zusammengestellt: 

Hotels

W — luxuriös-futuristisch

Das Hotel würde ich als futuristisches Luxushotel beschreiben. Die Nacht kostet hier mal eben 500 USD und im Spa kann man sich vor der Behandlung an eine Sauerstoffflasche hängen. Die Massagen sind übrigens hervorragend. 

Das Frühstück begeisterte mich ausnahmslos mit seinen detox Säften, probiotischen Smoothies und hausgemachten Kokosmilch Chiapuddings. Genial fand ich ebenso den Sonnenbrillen-Putz-Service am Pool oder die als Frischekick für müde Augen verteilten Gurkenscheiben. Sowas habe ich bisher noch nicht in einem Hotel erlebt. 

Das W verfügt zudem über einen direkten Strandzugang. Da der Sandstrand öffentlich ist, ist dieser in der Regel nicht müllfrei.

DASH — futuristisch-erschwinglich 

Neben dem W gibt es selbstverständlich auch günstigere Übernachtungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das neu eröffnete DASH Hotel. Die Frühstückskarte bietet ebenfalls gesunde Varianten und die moderne Dachterrasse mit Pool eröffnet einen Panoramablick auf die Stadt. 

Etwas gruselig fand ich allerdings das Hotelmaskottchen: ein roter Hase, der auf den Hotelbetten anzutreffen war. Die Wände der Hotelzimmer waren mit Panels aus verschiedenen Comics beklebt. Sprüche wie „Let‘s make love tonight“ an der Decke, ließen mich schlussfolgern, dass dies eher ein Partyhotel war.

The Mulia — luxuriös 

Wer es eher ruhiger mag und klassische Hotelresorts bevorzugt, dem würde ich die Gegend Nusa Dua empfehlen. Hier gibt es die üblichen Verdächtigen, wie das St. Regis, Grand Hyatt, Ritz Carlton und auch das The Mulia, in dem ich für drei Tage nächtigte. Das Mulia verfügt im Gegensatz zu den meisten anderen Hotels über den einzigen weißen Sandstrand in Bali, der aufgrund der täglich Reinigung stets sauber ist. Man sollte nämlich wissen, dass leider an Balis Stränden Unmengen an Plastikmüll herangespült werden. 

Die Zimmer im Mulia sind luxuriös ausgestattet. Neben einem begehbaren Kleiderschrank, komfortablen King size Bett, großzügigem Balkon und freistehender Badewanne, verfügt das Badezimmer über die aus dem Hollywoodfilm „Why him?“ bekannte high-tech „washlet Toilette“ der japanischen Firma TOTO. Solch eine, mit Fernbedienung ausgestattete Toilette, kostet um die 1000 USD. Dafür öffnet diese einem auch automatisch den Deckel, sobald man vor dem Sensor steht. Luxuriöse Extras wie ein beheizter Toilettensitz oder die verschiedenen Intesitätsstufen des Wasserstrahls, der anstelle von Toilettenpapier verwendet werden kann, brachten mich durchaus zum Schmunzeln. 

Food & Beach/Pool Club

Potato Head — hipster 

Der Potato Head Beach Club ist ein hippes, modernes Restaurant mit Zugang zum Meer und ist Nachbar des W Hotels. Von hier kann man am Abend wunderbar die im Meer versinkende, goldene Sonne beobachten. Weltbekannte DJs legen zum Sundowner auf. Dank des direkten Strandzugangs kann man im Anschluss noch dort spazieren gehen. 

Das Essen ist völlig in Ordnung. Die chill-out Atmosphäre herausragend. Hier kommt „Bali-Feeling“ auf. Der Beach Club ist auf jeden Fall zu empfehlen, man sollte aber mit Wartezeiten rechnen, da Potato Head zu den Hotspots Balis zählt.

KU DE TA — luxuriös

Eine riesige Restaurant-Bar in U-Form, die Richtung Meer ausgerichtet einen Pool besitzt. Für meinen Geschmack ist diese nichts Besonderes aber durchaus nett, um mit dem Blick auf das Wasser in einer „fancy“ Atmosphäre Cocktails zu schlürfen. 

Omnia — futuristisch

Das Omnia liegt auf einer Klippe an der Südspitze Balis. Abgesehen von dem langwierigen Anfahrtsweg von Seminyak, ist dieser Dayclub recht beeindruckend. Architektonisch könnte dieser Bau auch aus einem Sciencefictionfilm stammen. Der graue Beton verbindet sich hier mit der dschungelartigen Umgebung und gibt beim Betreten des Gebäudes den Blick auf das weite Meer frei. Um an die Klippe zu gelangen, führen vom Eingang Stufen hinab durch den  Loungebereich zum Pooldeck, das im infinity Stil den Pool am Horizont berühren lässt. Mehrere Séparées säumen den Pool. Wer Geld in die Hand nehmen will, kann diese für einige Stunden oder den Tag für sich in Anspruch nehmen. 

Eine Brücke verbindet dieses Deck mit einer Openair Bar, die an den Hang der steilen Küste gebaut ist. Ein sagenhafter Ausblick, der einem zum goldenen Sonnenuntergang die Sprache verschlägt. Am Abend kann im oberhalb gelegenen Restaurant diniert werden. Das Menü bietet asiatische Cuisine mit japanischem Einschlag. Das Essen ist höherpreisig, aber geschmacklich nicht herausragend. 

Das Omnia hat seine Pforten erst seit Anfang 2018 geöffnet und ist aufgrund seiner Aktualität ein Hotspot für Instagramer und Influencer. Andere Klientel finden wiederum in dem Club keinen „Bali-Vibe“. 

Eat & Drink

Sarong — luxuriös 

Ein edles Restaurant mit dazu passendem Interieur. Es gibt sowohl einen Innen-als auch einen Außenbereich, die beide über ein glamouröses Ambiente verfügen. Dunkle, semitransparente Vorhänge, warme Erdtöne und herrschaftliche Sofas, laden zum Verweilen ein. Im Sarong kann man zudem in sehr schmackhafter, südostasiatischer Kost schwelgen. Wen diese Art Restaurant anspricht, dem würde ich das Sarong allemal empfehlen. 

Da auch dieses Restaurant sehr gefragt ist, sollte rechtzeitig reserviert werden. Die Preise sind im höheren Segment angesiedelt. 

Mama San — casusal 

Eine gemütliche Atmosphäre durch reduzierte Helligkeit und warmes Licht. Auf zwei Stockwerken tischt das Mama San feinste indonesische Kost auf. Mein absolutes Lieblingsessen ist hier das „Dengdeng Balado“ und mein all-Time-Favorit „Rendang“. Wer ein modernes, gemütliches und ungezwungenes Ambiente mit der indonesischen Landesküche und einem tollen Preis-Leistungsverhältnis verbinden möchte, sollte unbedingt in das Mama San gehen! 

Übrigens gehört das Mama San Will Meyrick, dem Küchenchef des Sarong. 

Café Organic / Garden Gangstas — hipster 

Das Organic Café ist ein gemütliches, alternatives Café, das seinen Gästen frische Salate Bowls, verdammt leckere Power und Detox Smoothies, Shakes und Kuchen anbietet. 

Absolut empfehlenswert, wenn man kein Frühstück im Hotel gebucht hat oder mittags einen gesunden, energiespendenden Snack zu sich nehmen möchte. Preislich etwas höher. 

Trotzdem Daumen hoch. 

The fat Turtle — hipster 

Ein kleines Café, das selbstgemachte Kost bietet: Frisches Brot mit smashed Avocado zum Beispiel. Wer Abwechslung von meinem Breakfast Favoriten Café Organic möchte, der sollte hierhin gehen. Die Preise sind moderat. 

Sightseeing

Ubud — Reisterrassen 

Wer sich an einer tropisch-exotischen Szenerie erfreut, der sollte sich die Reisterrassen in Ubud ansehen. Hier gibt es auch eine Schaukel, über der mit großen Buchstaben das Wort Bali geschrieben steht. Ein hübsches Fotomotiv. 

Tirta Empul — Heilige Wasserquellen 

Nicht weit entfernt liegen die heiligen Wasserquellen von Tirta Empul. Hier gibt es einen Hindu Tempel (Balis Bevölkerung gehört überwiegend dem Hinduismus an) und die Möglichkeit sich mit dem heiligen Wasser „rein“ zu waschen. Hierzu wird vorher ein Sarong (ein musterreiches und farbenfrohes Tuch, das zu einem Rock gewickelt wird) ausgeliehen, mit dem die Quelle betreten werden darf. Das Anwesen eines indonesischen Präsidenten befindet sich übrigens direkt neben diesem heiligen Ort auf einem Berg. 

Streetfood

Heißer Reis (links)

Ein typisches Street Fast Food bestehend aus Reis, Spiegelei, Hähnchen, Tofu und Nüssen, das übersetzt heißer reis bedeutet. Es wird in einem Papier in Hütchenform eingewickelt. So kann man es direkt aus dem Kegel essen. Selbstverständlich mit den Händen ;). 

 

Cracker (rechts)

Unglaublich lecker! Selbstgemachte Kräcker mit verschiedenen Nusssorten und Zitronengras. 

Shopping

Bali hat unzählige, kleine und individuelle Boutiquen, Handarbeitsmärkte und auch zwei Shoppingmalls.

Wer gerne tolle Unikate shoppt, der sollte sich in Bali unbedingt auf den Weg zu den verschiedenen Läden machen. Seminyak ist ein wahres Shopping Eldorado! Einfach raus auf die Straße und die Geschäfte durchstöbern. 

Wer denkt man könne hier handeln oder billig etwas abstauben, der täuscht sich. 

Die Preise halten mit den westlichen Metropolen der Welt mit. 

 

Auf den Fotos im Anschluss kannst du sehen von welchen It-Pieces ich nicht die Finger lassen konnte. 

 

Links: Babyblaues Blusenkleid mit bunten Pompoms im Hippie-Schick.

 

Mitte: Geflochtene Körbe mit handbemalten Motiven. 

 

Rechts: Perlenarmbänder mit dem Glückssymbol des Hinduismus, Friedenszeichen und Glöckchen in Neonfarben.  

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